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Verpackung: Branchen-Entsorgungssystem nutzen!

Um Recyclingquoten zu steigern, sind Unternehmen gesetzlich zur Rücknahme und Entsorgung der in Verkehr gebrachten Transport- und Verkaufsverpackungen verpflichtet. In der Schuhbranche handelt es sich dabei in der Regel um Schuhkartons und Verpackungsmaterialien wie Pappe und Folien. Vor mehr als 10 Jahren waren sich Schuhindustrie und -einzelhandel einig, dass das bis dahin existierende Modell einer paarweisen Vergütung der Entsorgungskosten ersetzt werden soll, um die geänderten Erfordernisse aus der Verpackungsverordnung effektiv und effizient erfüllen zu können. Hierzu wurde unter Einbeziehung des Dienstleistungsunternehmens Interseroh eine branchenspezifische Lösung geschaffen, welche noch immer sowohl von Rechtskonformität als auch Pragmatismus geprägt ist und die im Kern eine funktionierende Entsorgung mit höchstem Servicegrad beim Handel sicherstellt. Eine, wenn nicht gar die wichtigste Eigenschaft dieser Lösung ist das Solidarprinzip: Je mehr Unternehmen sich beteiligen, desto besser kann entsorgungsseitig agiert werden und umso günstiger wird es für die Marktpartner.

Die seinerzeit mit Interseroh gemeinsam geschaffene Lösung funktioniert reibungslos, sowohl in der Zusammenarbeit mit der Industrie als auch mit dem Handel. Diese „geräuschlose“ Abwicklung war und bleibt erklärtes Ziel, führt jedoch offenbar zu einer gewissen Lethargie der Branchenbeteiligten aus Industrie und Handel.  Dadurch haben gemeinschaftliche Anstrengungen für einen weiteren Anschluss von Produzenten nachgelassen und Abwanderungen (teils Wechsel zu anderen Dienstleistern) wurden in Ihrer Bedeutung für alle Beteiligten nicht richtig eingeschätzt.

Wichtig ist, dass die Entsorgung aller Schuhfachhändler auch weiterhin reibungslos und komfortabel funktioniert. Hierbei war und ist durch den Dienstleister Interseroh das Augenmerk insbesondere auch auf die kleineren Händler in Innenstadtlagen oder Einkaufszentren zu richten. Dort stehen im Gegensatz zu größeren Filialen, bei denen die Entsorgung über Container einfach durchzuführen ist, keine größeren Entsorgungsbehältnisse zur Verfügung. So muss bei den kleinen Anfahrtsstellen oft aufwändig per Hand und mehrmals im Monat entsorgt werden.

Dies soll so bleiben. Allerdings ist aufgrund einiger „Abwanderungen“ und noch immer existierender „Trittbrettfahrer“ die Gefahr groß, dass dieses funktionierende System erodiert, was zwangsläufig höhere Entsorgungskosten zur Folge hätte.

Der BDSE appelliert daher an alle Marktpartner, sich am Interseroh-Branchensystem zu beteiligen. Nähere Informationen auf der BDSE-Webseite unter www.bdse.org, Rubrik „Fachthemen“, Stichwort „Verpackungsentsorgung“.