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Umsätze 2016: Sehr unterschiedliche Entwicklung

Der Umsatz im Schuhfachhandel war im Jahr 2016 bei den meisten Unternehmen rückläufig. Allerdings verlief das Geschäft je nach Vertriebsform sehr unterschiedlich. Mittelständische Unternehmen haben nach BDSE-Berechnungen im Durchschnitt den Vorjahres-Umsatz um rund zwei Prozent verfehlt, wohingegen so manche Schuhkette, nicht zuletzt auf Grund ausgeprägter Flächenexpansion, sogar zulegen konnte. Die Deichmann-Gruppe beispielsweise erzielte in Deutschland ein Umsatzwachstum von 5,9 Prozent, flächenbereinigt blieb immerhin ein Zuwachs von 3,2 Prozent. Aufgrund des hohen Marktanteils hat das Wachstum Deichmanns rein rechnerisch einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Branchenumsatz. Dennoch ist kaum nachzuvollziehen, wenn das Statistische Bundesamt für den stationären „Einzelhandel mit vorwiegend Schuhen“ ein Umsatzplus von 3,3 Prozent für 2016 veröffentlicht.

Für den „Versand- und Internethandel mit vorwiegend Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren“ weist die Statistik-Behörde ein Umsatzplus von 3,2 Prozent aus. Spezielle Zahlen für den Versand- und Internethandel mit Schuhen erhebt das Amt nur im Rahmen seiner Umsatzsteuer-Statistik, die jedoch erst mit erheblichem zeitlichem Abstand veröffentlicht wird. Allerdings berichten andere Marktforschungsquellen ebenfalls von einem nur mittleren einstelligen Umsatzwachstum im Online-Schuhabsatz für das Jahr 2016.

Hinweis: Die zitierten Zahlen des Statistischen Bundesamtes beruhen auf einer nach eigener Aussage repräsentativen und gewichteten 5-Prozent-Stichprobe. Möglicherweise sind große Filialbetriebe dort jedoch überproportional vertreten, die oftmals ein höheres Umsatzwachstum erzielen als der mittelständische Fachhandel.