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Probleme durch Rabattschlachten, Konkurrenzdruck und Frequenzrückgang

2017 war für den mittelständischen Modefachhandel ein durchwachsenes Jahr. Das bestätigt auch eine aktuelle BDSE-Umfrage aus Januar/Februar 2018. Zwar konnte die Hälfte der Befragten ein Umsatzwachstum erzielen, 38 Prozent mussten jedoch Umsatzeinbußen hinnehmen.

Die Abschriften blieben weitgehend stabil, obwohl die Kundenfrequenz an ihren Standorten bei 45 Prozent der Befragten leicht, und bei 18 Prozent sogar stark rückläufig war. Immerhin vermochten 40 Prozent der Schuhgeschäfte ihren Durchschnittsbon zu erhöhen.

  

Aktuell bereiten dem Schuhfachhandel die Rabattschlachten die größten Sorgen. Sie stehen ganz oben auf der Liste problematischer Entwicklungen. Auf einer Skala von 1 (kein Problem) bis 10 (sehr großes Problem) betrachteten die Umfrageteilnehmer folgende Marktentwicklungen als besonders herausfordernd: Zu frühe und umfangreiche Preisreduzierungen (8,1); zunehmender Wettbewerb durch Online-Anbieter (7,5); allgemeiner Rückgang der Kundenfrequenz (6,8); zunehmender Wettbewerb durch die eigenen Lieferanten - online und stationär (6,4).

  

Trotz des schwierigen Starts in das Jahr sind die Erwartungen des Schuhfachhandels für 2018 verhalten hoffnungsvoll: 48 Prozent der Unternehmen rechnen mit einem Umsatzplus, weitere 36 Prozent mit einem Pari und lediglich 16 Prozent mit einem Umsatzrückgang.