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Preis-Reduzierungen: SSV-Start erst am 30. Juli

Obwohl die Umsatzentwicklung der laufenden Saison alles andere als zufriedenstellend verläuft, sollte der Schuheinzelhandel an der Preisfront Ruhe bewahren und nur mit Bedacht und sehr gezielt den Rotstift anlegen. Bei vielen Kunden besteht nach wie vor Nachholbedarf, den es mit auskömmlichen Margen zu bedienen gilt. Zumal sich ein wachsender Anteil an Kunden zwar früh in der Saison über das aktuelle Schuhangebot informiert, dann aber Dank eines Überangebots an Ware und Verkaufsfläche sowie aufgrund der Möglichkeiten des Online-Shoppings immer später die Schuhe im Handel kauft.

Der Preiswettbewerb im stationären Schuhhandel ist regional zudem sehr unterschiedlich. In den Metropolen starten die Sale-Aktionen meist früher, in anderen Regionen vergleichsweise spät. Auch zeigt sich, dass die Auswahl nach Farben und Größen – vor allem bei gut verkäuflichen Artikeln – selbst im Internet gegen Saisonende meist zu wünschen übrig lässt. Ein Grund mehr, nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern gezielt nach Artikeln und in zeitlichen Etappen zu reduzieren. Dies tut auch der Rendite gut, die ohnehin zunehmend unter Druck gerät.

  

Damit der kostenfreie und massive, öffentliche Werbeeffekt des Saison-Schlussverkaufs in einer ansonsten frequenzschwachen Zeit genutzt werden kann, empfehlen die Einzelhandelsverbände – so auch der BDSE – nach wie vor einen bundesweit einheitlichen Start-Termin. Für dieses Jahr wurde der SSV-Beginn in Abstimmung mit den anderen Bundesfachverbänden auf Montag, den 30. Juli gelegt.