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Orderrunde: Saisonplanung optimieren

Die laufende Orderrunde sollte der Handel nutzen und sich in den Gesprächen mit der Industrie für eine noch stärkere Endkunden-orientierte Saisonplanung einsetzen. Das bedeutet: Zumindest außerhalb des hochmodischen Bereichs müssen die Liefertermine näher an die „Bedarfstermine“ der Käufer gerückt werden. Denn die Endkunden kaufen zunehmend bedarfsbezogen und damit in aller Regel später ein. 

Für den Schuhfachhandel wird es ohnehin immer wichtiger, dass er die richtige Ware zum richtigen Zeitpunkt geliefert bekommt, was eine stärkere Terminabstimmung zwischen den Marktpartnern erfordert. Das letzte Jahr hat zudem gezeigt, dass man sich für unvorhergesehene (Wetter-)Umstände ausreichend Limit-Reserven freihalten und bei der Lieferantenauswahl das Thema Nachbestellbarkeit im Blick haben sollte.

 

Immer wichtiger wird es für den mittelständischen Schuhfachhandel, seine Sortimente permanent zu hinterfragen. Dabei ist nach Alternativen Ausschau zu halten, will er für anspruchsvolle Kunden spannend bleiben.

 

Viele mittelständischen Schuhfachgeschäfte werden zudem an ihrem Sortiments-Profil arbeiten müssen. Tendenziell heißt das: Weniger Angebotsbreite, dafür spitzere Sortimente und mehr Tiefe. Die Kunden erwarten heute zunehmend transparente und klare Angebotskonzepte und stimmige Themenbilder in der Warenpräsentation. Dies muss rechtzeitig vorgedacht und im Einkauf professionell umgesetzt werden.

 

Der Schuhfachhandel ist daher gut beraten, wenn er sich auf die aktuelle Orderrunde konzeptionell gründlich vorbereitet und ausreichend Zeit für die Sichtung von Kollektionen und für Gespräche mit seinen Lieferanten einplant. Letzteres auch mit Blick auf die vielzitierte Partnerschaft zwischen Industrie und Einzelhandel sowie faire Konditionen.