· 

Nachbesserungen bei Überbrückungshilfe: Aktive Lobbyarbeit von HDE und Verbänden erfolgreich

Da die Überbrückungshilfe der Bundesregierung aufgrund der hohen Berechtigungshürden im Modehandel nicht ankommt, hat der HDE auch mit Unterstützung des BDSE Nachbesserungen gefordert. Mit Erfolg! Die intensiven Gespräche des HDE mit dem Bundeswirtschaftsminister und seinem Ministerium haben dazu geführt, dass die Zugangsbedingungen abgesenkt und die Förderung verlängert und ausgeweitet werden. Je nach Höhe der betrieblichen Fixkosten können Unternehmen für die vier Monate bis zu 200.000 Euro an Förderung erhalten. Die wichtigsten Einzelheiten:

Flexibilisierung der Eintrittsschwelle - Zur Antragstellung berechtigt sind künftig Antragsteller, die entweder einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.

 

Ersatzlose Streichung der KMU-Deckelungsbeträge von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro.

  

Erhöhung der Fördersätze: Künftig werden erstattet 90 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch (bisher 80 Prozent der Fixkosten), 60 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent und 70 Prozent (bisher 50 Prozent der Fixkosten) und 40 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30 Prozent (bisher bei mehr als 40 Prozent Umsatzeinbruch).

 

Erhöhung der Personalkostenpauschale von 10 Prozent der förderfähigen Kosten auf 20 Prozent.

  

Schlussabrechnung: Hier sollen künftig Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen.