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Multichannel: Zusätzliche Produktdaten benötigt

Der BDSE hatte vor einiger Zeit wichtige Branchenprojekte bei der Standardisierungsorganisation GS1 Germany angestoßen und begleitet. Dazu gehörte nicht nur das Thema Digitale Bilddaten (kann als Anwendungsempfehlung kostenfrei downgeloadet werden auf der Webseite www.gs1-germany.de), sondern auch eine Lösung der Stammdatenproblematik beim digitalen B2B2C-Datenaustausch. Denn der Schuheinzelhandel benötigt für seine Warenangebote im Internet mehr als nur die üblichen Produktdaten, die ihm z.B. per EDI-Stammdatentransfer von seinen Lieferanten zur Verfügung gestellt werden.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass die aus Konsumentensicht relevanten Informationen ebenfalls vom Markenhersteller an den Schuheinzelhandel übermittelt werden. Und dies aus Effizienzgründen in einer so weit wie möglich standardisierten und automatisiert zu verarbeitenden Form. Dies umfasst noch detailliertere Produkt- und Bilddaten sowie weiteren Marketing Content.

  

Aktuell betreiben Handel und Industrie aber einen (zu) großen Aufwand zur Bereitstellung der Daten, u.a. mittels EDI-basierter bilateraler Formate und Übertragungswege. Parallel entstehen zudem einige proprietäre Lösungsansätze von Dienstleistern zur Entwicklung eines eigenen Datenprofils. Eine für alle Marktteilnehmer vernünftige Lösung kann aber nur in einer weitgehenden Standardisierung dieses Datenaustausches liegen.

  

GS1 Germany hat sich nun dieser Aufgabe auf Betreiben insbesondere auch des BDSE verstärkt angenommen. Dies im Verbund mit anderen GS1-Ländergesellschaften, denn die Notwendigkeit eines erweiterten Contentdaten-Austausches zwischen Industrie und Handel ist ein internationales Anliegen der Marktteilnehmer. In einem ersten Schritt soll recht zeitnah ein gemeinsames Datenmodell für den deutschsprachigen Raum entwickelt werden.